Ein würdiges Jubiläumsturnier

Zum fünften Mal fand unser Turnier nun statt. Da wir dadurch über reichlich Erfahrung verfügen, war die Vorbereitung kein großes Problem. Nur die letzten Tage vor dem Beginn waren stressig.
Sehr früh waren alle Startplätze vergeben. Selbst die Warteliste war gefüllt.
Doch wir entschlossen uns das Turnier nicht aufzustocken.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen geben drei Felder nicht mehr her. Zum anderen sind die Unterkunft und die Lokation der Party auch sehr begrenzt. Was die Fläche angeht. So blieb es bei acht Frauen- und acht Männerteams. Anders als in den Jahren zuvor sagte kein Team kurzfristig ab. Das ist sehr löblich.
Nur die Mannschaft mit dem deutlich weitesten Anreiseweg, die TG Biberach war mit drei Spielern recht stark unterbesetzt. Das klärte sich jedoch problemlos.
Am Freitag begrüßten wir schon einige Teams. TG Biberach, Uni Rostock, Greifswald und der Niendorfer TSV nutzten diese Möglichkeit.

Alle Teams reisten dann am Sa. auch pünktlich an und so konnten wir wie geplant mit den Spielen beginnen. Zuvor wurden bei der Eröffnung die Wanderpokale von den Vorjahressiegern HSG Uni Greifswald (Frauen) und Spremberg Revival (Männer) an den Veranstalter überreicht.
Wie in den Jahren zuvor war auch wieder die Nationalmannschaft des Gehörlosensportverbandes mit dabei. Sie absolvierten einen 4tägigen Lehrgang in unserer Stadt, der mit der Teilnahme am Turnier abschlossen wurde.

Die Auslosung ergab folgende Gruppen:
Frauen A: Uni Greifswald, VC Herzberg, TSV Wedding, VfB Blau-Weiß BRB
Frauen B: SV Warnemünde II, Altglienicke, USC Magdeburg, Erkner

Männer A: Team Germany, Niendorfer TSV, VFH Potsdam, VfB Blau-Weiß BRB
Männer B: Spremberg Revival, Einheit Rüdersdorf, TG Biberach, HSG Uni Rostock

In der Gruppe A der Frauen setzte sich der VC Herzberg an die Spitze uns lies Titelverteidiger Greifswald nur Platz zwei. Wedding und sieglose Team des Veranstalters belegten die Plätze.
Gruppe B war hingegen hart umkämpft und bot Volleyball auf hohem Niveau. Der USC Magdeburg war hier am Ende ungeschlagen. Die anderen Teams waren punktgleich und so mussten hier die Sätze entscheiden. Grün-Weiß Erkner folgte Magdeburg schließlich ins Halbfinale.

Gruppenplatzierung:
A: VC Herzberg, Uni Greifswald, TSV Wedding, VfB Blau-Weiß Brandenburg
B: USC Magdeburg, Erkner, Warnemünde II, Altglienicke

Bei den Männern setzte sich in Gruppe A der VFH Potsdam mit drei Siegen an die Spitze. Der VfB Blau-Weiß hatte hingegen große Probleme gegen den TSV Niendorf und das Team Germany. Löste aber dennoch das Halbfinalticket.
In der Gruppe B wurde die dezimierte TG Biberach mit Spielern der Gehörlosen Nationalmannschaft und Org.-Chef Sven Förster aufgefüllt. Titelverteidiger Spremberg Revival setzte sich hier ohne Satzverlust deutlich durch. Einheit Rüdersdorf folgte ins Halbfinale.

Gruppenplatzierung:
A: VFH Potsdam, VfB Blau-Weiß BRB, Niendorfer TSV, Team Germany
B: Spremberg Revival, Einheit Rüdersdorf, HSG Uni Greifswald, TG Biberach

Somit standen die Halbfinals fest. Da es bei den Männern als auch bei den Frauen etliche Dreisatzspiele gab, konnte der Zeitplan leider nicht eingehalten werden. Erst um ca. 19.30Uhr war das letzte Vorrundenspiel beendet. Aber das ist auch ein Zeichen für ein sehr ausgeglichenes Starterfeld.
Im Anschluss ging es zum Campus der Fachhochschule. Hier wurde die Schlafhalle bezogen und sich auf die Party vorbereitet.
Und was das für eine Party war. Bis kurz vor Vier wurde getanzt und getrunken.
Selbst als die Musik ausgemacht wurde, standen noch mindestens 20 Leute auf der Tanzfläche und sangen ihre eigenen Lieder.
Gewinner der Party? Gute Frage. Also Spremberg, Rüdersdorf und Herzberg waren bis zum Ende da.
Aber der ganz große Gewinner war der Hannes aus Biberach. Er fragte am Ende sogar, ob er noch beim aufräumen helfen soll. Wahnsinn.
Nach wenigen Stunden Schlaf wartete auf die Mannschaften in der Spielhalle das Frühstück. Belegte Brötchen und viel Kaffee waren vorbereitet.
Die ersten Spiele konnten erfreulicherweise pünktlich um 10Uhr angepfiffen werden. Die Nationalmannschaft gewann sogleich das erste Spiel gegen die HSG Uni Rostock knapp mit 2:1. Ihnen gleich machte es die Spielgemeinschaft Biberach/Team Germany/Blau-Weiß. Sie gewannen gegen den Niendorfer TSV aus Hamburg.
Bei den Frauen gewannen die Brandenburgerinnen im Überkreuzvergleich mit 2:0 gegen Warnemünde und erreichten das Spiel um Platz 5 ebenso, wie der TSV Wedding. Sie gewannen im Berlinduell gegen Altglienicke.
Die Halbfinals wurden dann mit Spannung erwartet.

USC Magdeburg und Erkner machten deutlich, dass die Staffel B die stärkere war. Denn beide Teams setzten sich mehr oder weniger souverän gegen Greifswald und Herzberg durch.
Das Spiel um den dritten Platz gewann der VC Herzberg mit 2:0.
Sieger des Turniers wurde hochverdient der USC Magdeburg, der ohne Niederlage durch das Turnier kam. Glückwunsch!
Bei den Männern hatte Titelverteidiger Spremberg gegen die Gastgeber leichtes Spiel und siegten 2:0. Der VFH Potsdam hingegen benötigte drei Sätze um sich ins Finale zu spielen.
Wie schon im letzten Jahr verlor der VfB Blau-Weiß das Spiel um Platz drei. Diesmal gegen Dauergast Rüdersdorf, die sich verdient den Treppchenplatz sicherten.
Wie schon im letzten Jahr standen sich im großen Finale VFH Potsdam und Spremberg Revival gegenüber.
Hier konnte Potsdam etwas überraschend erfolgreich Revanche nehmen und sich erstmals den Pokal sichern. Herzlichen Glückwunsch!

Endplatzierungen:

Frauen:
1.USC Magdeburg
2.Erkner
3.VC Herzberg
4.Uni Greifswald
5.TSV Wedding
6.VfB Blau-Weiß Brandenburg
7.VSG Altglienicke
8.SV Warnemünde II

Männer:
1.VFH Potsdam
2.Spremberg Revival
3.Einheit Rüdersdorf
4.VfB Blau-Weiß Brandenburg
5.Team Germany
6.TG Biberach
7.HSG Uni Rostock
8.Niendorfer TSV

Die Siegerehrung fand dann gegen 17.00Uhr statt und wurde kurz gehalten. Denn einige Teams hatten noch einen weiten Heimweg. Die Pokale, Siegershirts und weiteren Preise wurden überreicht. Org.-Chef Sven Förster bedankte sich bei allen Teams für die gute Zusammenarbeit während des Turniers. Das hat die Organisation sehr erleichtert.
Wir wünschen dem Nationalteam noch eine gute weitere Vorbereitung auf ihr großes Ziel im September. Die Deaflympics der Gehörlosen in Taipeh/Taiwan.

Der große Aufwand hat sich gelohnt, denn es war wieder einmal ein tolles Turnier.
Wir hoffen, dass es den Teams bei uns gefallen hat und es ein würdiger Saisonabschluss war.
Es gibt wieder zwei neue Sieger die ihren Titel wie wir hoffen im nächsten Jahr verteidigen werden.

Aber vielleicht sehen wir uns ja schon früher wieder...

Ankündigung:
Ende August/Anfang September werden wir ein Vorbereitungsturnier auf die Beine stellen.
Jedoch soll hier auf das ganze Beiwerk verzichtet werden.
Geplant ist ein Eintagesturnier für Männer und eines für Frauen mit je 12 Mannschaften.
Es werden viele Spiele garantiert die dabei helfen sollen, euch auf die bevorstehende Saison vorzubereiten.
Die Ausschreibung folgt in Kürze!

Bis dahin...
Das Org.-Team